Renaissance der Freundschaftsbänder

Freundschaften begleiten unser Leben wie ein unsichtbares Band. Mit Garnen und speziellen Knüpftechniken erstrahlen sie für jeden erkennbar in fröhlichen Farben am Handgelenk: in Form von Freundschaftsbändern. Und das nicht erst, seitdem Schlagerbarde Wolfgang Petry den bunten Schmuck ins Rampenlicht holte. Die 4 Grundknoten auf einen Blick.

Wer Zuneigung verspürt, möchte diese bekunden – dieser Wunsch nach Symbolik für Freundschaft oder Liebe eint Menschen aller Kulturen. Freundschaftsbänder haben ihren Ursprung in der indischen Mystik. Die Frau des indischen Königs Indra band ihrem Gemahl ein Band aus Seide um, bevor er sich dem Kampf mit einem Dämon stellte – ein Glücksbringer, der dafür sorgte, dass er die Schlacht gewann. In Indien ist dieser Legende der Feiertag Raksha Bandhan gewidmet: An diesem Tag Anfang August werden noch immer Freundschaftsbänder geknüpft und geliebten Menschen überreicht.

Für das Knüpfen von Freundschaftsbändern eignet sich Baumwollgarn, besonders gut das sogenannte Stickgarn. Aber auch dickes Baumwollgarn lässt sich gut verarbeiten, besonders von noch ungeübten Anfängern. Weitere nützliche Materialien sind eine scharfe Schere, Sicherheitsnadeln oder Klebeband zum Fixieren, Maßband, Perlen, Klebstoff oder transparenter Nagellack.

Anfänger starten am besten mit dem Standard-Freundschaftsband. Dazu werden Knüpffäden in der Länge von einem Meter am Ende miteinander verknotet. Der Knoten lässt sich nun mit Klebeband am Tisch oder einer Sicherheitsnadel an der eigenen Hose befestigen. Je mehr Fäden zum Einsatz kommen, desto breiter das fertige Freundschaftsband. Die Fäden werden nun mit Hilfe des Arbeitsfadens um den danebenliegenden Ruhefaden verknotet. Das Freundschaftsband einfach bis zur gewünschten Länge knüpfen und die beiden Fadenenden verflechten.

Tipp: Mit eingeknüpften Perlen wirken Freundschaftsbänder besonders edel!

Text:Saskia Balke