myboshi Bilderwettbewerb

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Miriam Dornemann im Gespräch: „Wähle einen Beruf, den du liebst.“

In der Bastelecke für ihre Papierkreationen geliebt, als Taschenkönigin in der Nähwelt gefeiert. Miriam Dornemann ist Illustratorin, Grafikerin und Kreativratgeber-Autorin mit einem Stil, der die Accessoires und Kleinigkeiten des Alltags aufpeppt. Dabei begann ihre Karriere ganz rational – im öffentlichen Dienst. Der Werdegang einer Vollblutkreativen.

Von der Verwaltungswirtin zur Grafikerin und Autorin: Wie und wann kam es dazu?
Als Schülerin war ich immer der Meinung, dass man das Hobby nicht zum Beruf machen sollte und habe Verwaltungsrechtswissenschaften studiert. Um dann als Verwaltungswirtin – also Beamte – im öffentlichen Dienst zu landen: Arbeitsvermittlung im Auftrag des Sozialamtes. Glücklich war ich dabei nie wirklich. Also habe ich einige Jahre Mut – und Geld – für einen Neuanfang gesammelt, habe meine gesicherte Existenz aufgegeben und als Praktikantin in einer Werbeagentur angefangen. Mit der Entscheidung bin ich nicht überall auf Verständnis gestoßen. Nach drei Jahren landete ich als Grafikerin bei Ursus, wo ich an der Quelle der Inspirationen und Materialien saß. Seit dem bin ich pausenlos am Basteln, Gestalten und Illustrieren. Herrlich! Vor ein paar Tagen bin ich über einen Spruch von Konfuzius gestolpert: Wähle einen Beruf den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten. Das ist Luxus, und ich kann diesen Luxus wirklich schätzen und genießen. Als ich wechselte, war ich Mitte 20 und ungebunden. Mit Familie, Hausschulden, Kind oder gar Alleinerziehend wäre meine Entscheidung vielleicht eine ganz andere gewesen. Somit kann ich verstehen, dass es viele gibt, die von einem solchen Schritt träumen aber es nicht wagen. Ich bereue das Aufgeben der gesicherten Stelle bis zum heutigen Tag nicht – trotz anders lautender Prognosen.

2013 erscheint Ihr viertes Nähbuch „Tolle Geschenke selbst genäht“. Wissen Sie noch, wie Ihr Interesse für die Gestaltung mit Papier und später mit Stoffen geweckt wurde?
Das war schon immer so! Hach, ich liebe diesen Spruch aus dem öffentlichen Dienst. Dort wehrt man sich damit – mehr oder minder erfolgreich – gegen Veränderungen! Also, ich habe schon immer gebastelt. Wir hatten zu Hause eine große Kiste mit ganz verschiedenen Materialien, irgendwann kamen Waldorfpuppen dazu, dann die ersten Versuche an Mamas Nähmaschine. Ein echtes Mistding – aber es konnte nicht verhindern, dass ich am Nähen Gefallen fand. Ganz intensiv gebastelt und genäht habe ich in Amerika während eines High-School-Jahres. Meine Gastmama Alice war eine echte Bastel- und Nähfee und hat mir viele Tricks verraten. Während des Jahres habe ich auch einige Southern-Bell-Kleider genäht. Das sind die Kleider mit den großen Reifröcken, die man in Filmen wie „Fackeln im Sturm“ sieht. Auch die Tageseltern aus meiner Kindheit haben viele selbst gebastelte und genähte Kleinigkeiten, die ich ihnen geschenkt habe, aufgehoben – also teilweise fast 20 Jahre! Heute bin ich ganz fasziniert, dass ich damals schon solche Sachen gemacht habe: ziemlich ordentlich, der Stoff ist im Laufe der Zeit „abgearbeitet“, aber die Naht hält … Das ist – glaub ich – typisch für mich. Vor 20 Jahren waren Basteln und Nähen so uncool. Es freut mich, dass das jetzt ganz anders ist.

Illustration von Miriam Dornemann

 Ihr erster Taschenratgeber „Tolle Taschen selbst genäht“ hat sich über 100.000 Mal verkauft. Können wir davon ausgehen, dass Sie den Schrank voller Taschen haben?
Das ist der Knaller, oder? 100.000 Bücher! Als ich das Buch geschrieben habe, habe ich immer gehofft, dass es erfolgreich wird. Dass es ein solcher Knaller wird, hätte ich aber nicht gedacht. Ich habe zwar nicht den ganzen Schrank voller Taschen, Tatsache ist aber, dass ich alle Taschen in den Büchern wirklich selbst genäht habe. Jetzt sind die Taschen bei den Stoffherstellern, bei meiner Mama, meinen Tanten, im frechverlag und – einige wenige Exemplare – tatsächlich bei mir im Schrank. Ich bastele und nähe zwar gern, aber ich habe nur wenige fertige Exemplare hier. Eigentlich nur die Sachen, die ich wirklich brauche. Ganz anders sieht das in meinem Materiallager aus…

Wie sieht die Lieblingstasche von Miriam Dornemann aus?
Meine Tasche ist so groß, dass Portemonnaie, Schlüssel, Taschentücher und Handy reinpassen, aber nicht zu groß, dass die Sachen sich darin ‚verlaufen‘. Mir gefallen zwar Taschen mit Griffen zum Tragen viel besser, aber mit einem kleinen Kind sind Taschen zum Umhängen einfach praktischer. Somit haben meine Taschen meist einen langen Träger. Ich mag es, verschiedene Stoffe miteinander zu kombinieren: Bunte Stickereien auf einem schicken Wollstoff mit Fischgratmuster. Oder einfach ein Muster-Mix.

Wo finden Sie neue Inspiration für Ihre Modelle?
Es gibt nicht nur eine Quelle der Inspiration, vielmehr ist es eine Kombination aus Messebesuchen, Zeitschriften, Stöbern im Internet, Städtetrips. Die Trends werden natürlich nicht einfach hier bei mir im Allgäu auf der Kuhweide gemacht. Manchmal entsteht eine Idee aus der Notwendigkeit: Ich habe eine Vorstellung, was ich dringend brauche und wie es aussehen soll und bekomme es nicht im Handel. Dann muss ich es selbst machen. Durch meine Tätigkeit im Stoff- und Papierbereich mag ich das Kombinieren von Beidem: mit Papier zu nähen und Stoff zu falzen oder kleben.

>> Alle Bücher von Miriam Dornemann

Interview: Sabine Hausmann
Foto: Myriam Schell >> fotografie-myriam-schell.de

Miriam Dornemann: Kurz & Knapp

Miriam Dornemann

 Mein Stil in 3 Worten: Basics mit Farbakzenten
Was ich unbedingt noch ausprobieren möchte: Mit Bus, Bahn und Fuß durch Peru, um dort wieder neue Inspirationen zu sammeln. Auf einen extrem hohen Berg steigen – mal wieder die Grenzen austesten. Beim Sitzen am Schreibtisch rostet man doch etwas ein.
Was ich nicht mag: Zeitdruck. Aber ich glaube ich brauche ihn um zu Ergebnissen zu kommen. Sonst fange ich an zu trödeln.
An meinem Arbeitsplatz findet man…das große Chaos. Ich hätte soooo gern etwas Ordnung, aber es klappt nicht.
Meine Lieblingskünstler/-designer:
Julian Opie, Lena Hoschek, Gerhard Richter

News: Strikkedukker-Gewinnerin mit Arne&Carlos in Oslo

Aus über 430 Einsendungen wurde Iris Wende 2012 zur Gewinnerin des Wettbewerbs „Strikkedukker-Strick‘ (d)einen Doppelgänger“ gewählt. Nach der Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober, folgte nun das Treffen der Gewinnerin mit Arne&Carlos in Oslo.

Ehepaar Wende mit Arne&Carlos in Oslo
Am Freitag, den 10.Mai löste die Gewinnerin des großen Strikkedukker-Wettbewerbs Iris Wende samt Ehegatten ihren Gewinn – einen Kurztrip nach Oslo – ein. Strikkedukker-Designer Arne&Carlos durften natürlich nicht fehlen und haben es sich mit Ehepaar Wende bei Sonnenschein und blauem Himmel mit „Kake“ und „Kaffe“ gut gehen lassen. Mit diesem Strick-Duo war Spaß wohl vorprogrammiert.

Der Strikkedukker-Wettbewerb eröffnete 2012 vielen Strickwütigen die Möglichkeit zur grenzenlosen Fantasie in Sachen (Selbst-)Darstellung. Ob im Dirndl, mit Tattowierung oder auf der Yoga-Matte, die detailreichen Einsendungen versetzten die TOPP-Redakteure über mehrere Monate hinweg immer wieder in Erstaunen.

Auf der Frankfurter Buchmesse 2012 im Oktober wurden aus über 420 Einsendungen und unter Anwesenheit der Strikkedukker-Designer Arne&Carlos die Gewinner gekürt. Während sich die Zweitplazierte über ein Wochenende in Berlin beim Jungunternehmen DaWanda freuen durfte, erhielt die Hauptgewinnerinnen Iris Wende einen Kurztrip nach Oslo inkl. Treffen mit Arne&Carlos.