News: Miriam Dornemann auf Hausmesse der Planauer Handstickerei

Am 13.und 14. April fand zum ersten Mal die Hausmesse der Plauener Handstickerei in Zusammenarbeit mit der Firma Zweigart in Sindelfingen statt. Mit dabei waren TOPP und Autorin Miriam Dornemann.

Der frechverlag war mit einem Vertriebstand und Nähworkshops an beiden Tagen vor Ort. TOPP-Autorin Miriam Dornemann (Meine Tasche-Mein Design) machte Neulingen Lust aufs Nähen und lehrte den ein oder anderen gestandenen Profis noch ein paar Tricks. Alle Workshops waren bis auf den letzten ausgebucht. Material und Technik der Workshops wurden u.a. von Prym, brother, Zweigart und Freudenberg zur Verfügung gestellt haben.

Was ist Zentangle®?

Zentangle® kombiniert Zeichnen und Meditation. Besinnliches Kritzeln? Das muss ausprobiert werden, dachte auch Josefine Loimeier aus dem TOPP-Produktmanagement und hat sich ans Krakeln gemacht. Infos und Tipps zu einer etwas anderen Zeichentechnik.

>>Direkt zum Buch Zentangle®

Sie wissen nicht, was Zentangle® ist? Keine Sorge, da stehen Sie nicht alleine da. Auch mir erging es erst einmal nicht anders und ich nahm an, es sei eine grafische Form des Kritzelns. Immer dasselbe Muster – ist das nicht langweilig? Und was hat Zen damit zu tun? Zahlreiche Kritzeleien später bin ich schlauer – und süchtig.

Was bitte soll ich? Zentanglen?

Zentangle®, das setzt sich aus ‚Zen‘, gleich bedeutend für Konzentration und Ausgeglichenheit, und ‚rectangle‘ zusammen, dem englischen Begriff für Viereck. Denn auf kleinen viereckigen Flächen entstehen sie – die Zentangles. Entwickelt wurde die Technik als meditative Zeichenmethode in den USA. Auf 9x9cm großen Karten werden kleine Kunstwerke mit den unterschiedlichsten Mustern erschaffen. Gezeichnet wird mit einem Pigmentstift (Tipp: Hier tut es auch ein Fineliner !), schattiert mit Bleistift.

Aller Anfang ist … leicht!

Während der Produktion der deutschen Ausgabe von 1, probierte ich immer wieder selbst aus, die Muster zu zeichnen und zu zentanglen (Deutscher Wortlaut: Zentängeln!). Bei Zentangle® gilt: Aller Anfang ist leicht! Ob bei langen Vorträgen im Büro oder während Telefongesprächen Zuhause, in vielen Situationen hat man genügend Muße, an den Mustern herumzuprobieren, sicherer beim Zeichnen zu werden und sich neue verschachtelte Kombinationen auszudenken.

Aha, so zeichnet man sich in Trance!

Aber Zentangle ist viel mehr als Kritzelei für Nebenbei. Mein Aha-Erlebnis folgte, als ich mir gezielt Zeit nahm. Ohne Ablenkungen. Nur Papier, Stift und ich. Nach kurzer Zeit schon konnte ich viele der oft kompliziert und kleinteilig wirkenden Muster auswendig und konzentrierte mich umso mehr auf den Prozess des Zeichnens. Aha, so zeichnete man sich also in Trance! Sich in die Tangles vertiefen, die Umwelt ausblenden und loszeichnen. Dabei verfliegt der Stress und das Skizzenbuch füllt sich wie von selbst mit kleinen Kunstwerken.

Tipps für Zentangle®-Einsteiger:

Zentangle
✔ Nehmen Sie sich Zeit! Zum Tanglen braucht man nicht viel Material, aber – besonders zu Beginn – ein paar störfreie Minuten
✔ Kaufen Sie sich einen Skizzenblock ausschließlich für Ihre Zentangles und verfolgen Sie Ihre zeichnerischen Fortschritte
✔ Das Buch Zentangle – Kreativität und Entspannung beim Zeichnen ist ein fundierter Einstieg, der mit einer thematischen Einführung sowie einigen ausführlichen Anleitungen viel Inspiration bietet
✔ Jede Woche stellt die kanadische Bloggerin Laura Harms von I am the diva – Certificate Zentangle Teacher®eine Aktion online, die zu neuen Tangles animiert

Text: Josefine Loimeier

Trend-Bericht: h+h cologne 2013

Im März stellten mehr als 340 Aussteller aus über 30 Nationen ihre Produkte rund ums Thema Hobby und Handarbeiten aus. Neun Trend-Spione hatten die Lizenz zum Stöbern, Ausprobieren und Aufspüren. Die Trend-Berichte der h+h 2013 auf einen Blick.

Bericht von Judith Strußenberg aus Augsburg
Blog: Tee&Kekse…Plaudereien zwischen Nadel und Faden

Handarbeitstrends, soweit das Auge reicht. Wollberge, Knöpfe, bunte Stoffe und alles rund ums Stricken, Häkeln, Nähen, Sticken. Was klingt wie ein Schlaraffenland für Kreative, ist die internationale Messe h+h in Köln. Ich bin unterwegs in geheimer Mission, auf der Suche nach Neuigkeiten und Trends, denn gemeinsam mit neun anderen Bloggern wurde ich vom Stuttgarter Frechverlag als ‚Trend-Spion‘ ausgewählt. Wäre ich nicht mit der Lizenz zum Schlendern und Stöbern ausgestattet, dürfte ich gar nicht hier sein, denn die Messe richtet sich ausschließlich an Fachbesucher.

Der Gang über die Messe mit mehr als 340 Ausstellern aus 34 Nationen beginnt einem freundlichen Empfang am Stand des Verlags. Interessante Gespräche mit den Mitarbeitern und anderen Bloggern entsehen da wie von selbst. Danach geht es mit einer Tasche schöner Geschenke und einer schicken Urkunde für die Trendspione in Richtung der farbenfrohen Messestände.

Ein Trend fällt gleich ins Auge: Seit die Jungs von myboshi mit ihren Häkelmützen für Furore gesorgt haben, springen immer mehr Hersteller auf diesen Zug auf. Beim Original ist man darauf sogar stolz. „Wir haben den Handarbeitsmarkt revolutioniert und auch weiter den Anspruch, Innovationsreiter zu sein“, sagt Firmengründer Thomas Jaenisch. Dafür lassen sich der sympathische Franke und sein Team eine Menge einfallen. Mit „drinnenunddraußen“ erscheint im September ihr drittes Buch, in dem neben Mützen für alle Lebenslagen auch jede Menge Accessoires für Zuhause vorgestellt werden. Besonders wichtig sind Jaenisch bei der Entwicklung neuer Modelle die Farben. Woher er seine Inspiration nimmt? „Das ist eine Mischung aus Umschauen, eigenem Farbgefühl und Fashionshows“, verrät er.

Weil Farben bei allen Kreativen immer ein großes Thema sind, schaue ich mich an den Messeständen der großen Garnhersteller um. Die gute Nachricht, die wir am Ende dieses langen grauen Winters alle brauchen können: Der nächste Winter wird BUNT. Bei Lang Yarns wird die Palette aus knalligem Rot, Pastell, Nude und Petroltönen ergänzt von traumhaft schönen Farbverläufen und natürlich Neon, denn ohne die grellbunten Farben geht auch im kommenden Winter wenig. Die Qualitäten sind im Winter 2013/14 größtenteils wieder mitteldick und mit Nadelstärken zwischen 6 und 10 zu verstricken. Garne, dick wie Gartenschläuche, haben dagegen ausgedient. Ergänzt wird das Angebot durch Effektgarne im Fell-Look oder mit bunten Farbeinschlüssen.

Bei Coats (Schachenmayr, Regia, Rowan) bietet sich ein ähnliches Bild. Bunte Garne in leuchtenden Farben machen schon jetzt Lust auf die neue Wintermode. Zum Thema Neon hat man sich hier etwas Besonderes einfallen lassen. In das Garn “Lumio” (Schachenmayr) wurde ein stark reflektierender Faden eingearbeitet. Gerade in der dunklen Jahreszeit bringt die Wolle ihrem Träger so nicht nur modische, sondern auch sicherheitstechnische Vorteile, denn die Reflektion sorgt für bessere Sichtbarkeit.

Und sonst? Wem es zu kompliziert ist, aus dem breiten Angebot das richtige Garn und die passende Anleitung zu wählen, kann auf eines der vielen fertigen Handarbeits-Kits zurückgreifen, die gerade sehr in Mode sind.

Neben den bekannten und beliebten Handarbeiten versuchen immer mehr Hersteller, Sticken als neuen Trend in Anschlag zu bringen. Poppige junge Designs und das unvermeidliche Neon sollen das angestaubte Image aufpolieren und für junge Kundschaft sorgen. Ob Sticken jetzt das neue Stricken wird, muss sich allerdings erst noch zeigen. >>Zum Bericht auf Judiths Blog

Weitere Trend-Berichte:

h+h cologne 2013

Nanette von Alba der Sockenschreck:
„Nicht nur Wollfetischisten kamen hier voll auf ihre Kosten. Auch Stoff- und Bastelliebhaber. Die Stoffe präsentierten sich ebenfalls bunt. Doch scheinbar sind Totenköpfe bald wieder ein Thema. Sie fanden sich nicht nur auf Gestricktem wieder, sondern auch auf beschichteten Stoffen.“ >> Zum Bericht

Daniela von Gemacht mit Liebe:
„Aber nicht nur neue Materialien und Farben sind stark im Trend, sondern auch Sets für unterwegs, in denen man verschiedene Nadeln und weitere Utensilien, die man braucht, übersichtlich unterbringen kann. Gehäkelt und gestrickt wird nämlich längst nicht mehr nur zuhause, denn die Crafter sind mobil geworden und treffen sich gerne mit anderen zum gemeinsamen Stricken und Häkeln!“ >>Zum Bericht

Lena von Nala verstrickt:
„Ich war überrascht an wievielen Ständen mit Häkelmützenmodellen geworben wurde, sowohl in Buch- als auch in Wollform tauchten sie immer wieder auf.“ >> Zum ganzen Bericht

Carmen von Carmens Kreativgarten:
„Natürlich wird es auch wieder tolle neue Sockenwolle geben. Bei Opal wurde die Serie ‚Der kleine Prinz‘ gesichtet.[…]Ein großer Trend geht in Richtung Biowolle.“ >> Zum ganzen Bericht

Andrea von meinselbermachjahr:
„Was mir auch beim Stöbern aufgefallen ist, viele Händler haben jetzt auch Stoffgarn im Angebot. Hooked Zpagetti hatte einen eigenen kleinen gut gefüllten Stand mit einer tollen Hängeampel aus weißem Stoffgarn und einem tollen Sitzpouf in blau-türkis und grüntönen.“ >> Zum Bericht

Julia von Strickoholikerin:
„Natürlich konnte ich es auch nicht sein lassen den einen oder anderen Wollstrang anzufassen und zu schauen wie weich Wolle doch sein kann. Hier hat mich die Wolle von Louise Hardinf überrascht und sofort überzeugt.“ >> Zum Bericht

**Kiki von la wollbindung:“
„Neon-farbene garne, neonfarbene knöfe, neonfarbene stoffe, aber auch knallig-bunte Häkelnadeln. Dicke Garne bleiben und neben Kleidung und Accessoires wird das Home-Thema immer wichtiger: Decken, Kissen, Körbe, Lampen, Vasen, Wohnaccessoires – all das wird ge- oder umstrickt.“ >>Zum Bericht

Weitere teilnehmende Blogs:
Tiffany Knitting, Lilara creativ

Knopf mit Stoff beziehen

Individuelle Knöpfe können mit Stoff, Bändern und anderen formbaren Materialien bezogen werden. Sogenannte Grundknöpfe gibt es in verschiedenen Größen aus Messing oder Kunststoff. Sehr einfach gelingt das Beziehen mit im Fachhandel erhältlichen Fertigpackungen, denen zusätzlich zwei Plastik-Werkzeugteile beigefügt sind.

(1)
Die Schnittvorlage aus der Packungsrückseite ausschneiden. Den Umriss mit einem Stift auf die linke Stoffseite übertragen und den Stoff entsprechend zuschneiden.
(2)
Das Stoffteil mit der rechten Seite nach unten auf die weiße Plastikform legen. Den Knopf mit der gewölbten Seite nach unten in die Öffnung drücken. Überstehende Stoffkanten nach innen legen und falls nötig mithilfe einer Nadel an den Zacken befestigen.
Knopf mit Stoff beziehen

(3)
Die Knopfrückseite auflegen, so dass der Schriftzug PR lesbar nach oben zeigt, und mit der blauen Plastikkappe fest andrücken, bis sie einrastet.
(4)
Zuletzt den fertigen Knopf von unten aus der Form herausschieben.